Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen, bei Kindern und Erwachsenen, können sich in verschiedenen Bereichen zeigen. Infrage kommen die unteren und oberen Atemwege.

Symptome

Zu den klassischen Symptomen von Atemwegserkrankungen zählen:

  • Husten
  • Schmerzen im Thorax- oder Halsbereich
  • Beschwerden beim Atmen, kann bis hin zur Atemnot führen
  • Auswurf
  • dauernde Heiserkeit
  • Kratzen im Hals
  • Asthma bronchiale
  • Wiederholte (obstruktive) Bronchitis
  • Heuschnupfen
  • Wiederholte Infekte der oberen Atemwege (Mandel-, Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Gehäufte Lungenentzündungen, Fehlbildungen der Lunge, Ziliendyskinesie (Kartagener Syndrom)

Ursachen und Risikofaktoren

Bei den obstruktiven Formen verengen sich meist die Atemwege oder verlagern sich. Dieser Umstand wird dann als Obstruktion bezeichnet. Die Folge ist, dass die Lunge sich überbläht und es zu einem sogenannten Emphysem kommt. Dies trifft auf folgende Atemwegserkrankungen zu:

  • chronische Bronchitis
  • COPD (chronisch obstruktive Bronchitis)
  • Asthma
  • Mukoviszidose

Restriktive Erkrankungen der Atemwege führen dazu, dass der Brustkorb und die Lunge sich nicht mehr uneingeschränkt dehnen können. So wird in der Folge die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt. Zu den restriktiven Atemwegserkrankungen zählen:

  • Lungenödem
  • neuromuskuläre Krankheiten
  • Deformationen des Thorax, ausgelöst durch Trauma oder Knochenkrankheiten

Untersuchung und Diagnose

Am Beginn des rehabilitativen Verfahrens wird für jeden Patienten unter Berücksichtigung möglicher Vorbefunde ein individueller Diagnostikplan erstellt. Hierzu zählen Laboruntersuchungen, Lungenfunktionsanalysen mit und ohne Belastung und gegebenenfalls Sensibilisierungstestungen. Psychologische und ergotherapeutische Leistungs-und Verhaltensbeurteilungen können zusätzlich erfolgen.

Lungenfunktionsdiagnostik (Impulsoszillometrie)

Mit der IOS (Impulsoszillometrie) werden die Atemwegswiderstände bis tief in die Peripherie der Lunge gemessen. Unterschiedliche Tonhöhen des erzeugten Schalls zeigen den Ort der Erkrankung an. So können therapeutische Maßnahmen zielgenauer durchgeführt werden. Eine zuverlässige Diagnostik wird schon bei Kindern ab 3,5 Jahren möglich.

Therapie

Die Therapie bei Atemwegserkrankung hängt ab von der jeweiligen Krankheit und dem Stadium. Handelt es sich um eine akute Form, so bietet sich eine individuelle medikamentöse Behandlung an. Vorrangig werden dadurch Fieber und Schmerzen gelindert. Zusätzlich werden Hustenstiller, schleimlösende Medikamente und bei bakteriellen Entzündungen ein Antibiotikum verabreicht.

Bei chronischen Atemwegserkrankungen gestaltet sich die Therapie unterschiedlich. So kommen eine medikamentöse Therapie und andere Behandlungsformen infrage. Spezielle Wirkstoffe sorgen für eine Erweiterung des Atemtrakts, was sich förderlich auf das Atmen auswirkt. Diese Medikamente gibt es meist in Form eines Inhalators, sodass die Wirkstoffe direkt in Bronchien, Lunge und Co. gelangen. Es gibt Mittel, die nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden dürfen. Parallel dazu gibt es Arzneimittel zur Langzeitbehandlung von chronischen Erkrankungen der Atemwege.

Eine andere Therapievariante stellen Entzündungshemmer dar, die beispielsweise auf Kortison basieren. Diese werden meist bei fortgeschrittenen Erkrankungen eingesetzt.

Neben der medikamentösen Therapie helfen auch spezielle Atemschulungen bei der Linderung von Atemwegserkrankungen, bei Kindern und Erwachsenen. Zudem sollten sich die Betroffenen gesund ernähren und auf ausreichend Bewegung achten.

Physiotherapie

  • Atemtherapie zur Verbesserung der Atemzugtiefe
  • Abtransport von Schleim durch Förderung der Sekretmobilisation
  • Steigerung der körperlichen Belastbarkeit
  • Förderung von Koordination und Bewegungsfreude
  • Verbesserung der Körperhaltung
  • Beurteilung der Peak-Flow-Werte im Verlauf

Sporttherapie

Durch den Sport wird die Muskulatur, insbesondere die Atemmuskulatur, trainiert und dadurch die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert, aber auch die Abwehrkräfte gestärkt.

Klimatherapie

Unter dem naturheilkundlichem Gesichtspunkt stellen Sonne, Wind und Meer natürliche Reize dar, die die körpereigene Fähigkeit zur Gesundheitsstabilisierung aktivieren können. Die Klimatherapie ist somit ein wesentlicher begleitender Bestandteil in der schulmedizinischen Behandlung beim Asthma bronchiale.

Psychologische Betreuung bei Atemwegserkrankungen

Durch ein allgemeines Verhaltens-/Stressbewältigungstraining, Entspannungsübungen und dem Training sozialer Fertigkeiten wird die Akzeptanz zur chronischen Erkrankung gefördert und die Selbstwirksamkeit im Krankheitsmanagement gestärkt. Dies kann zum Abbau oder zur Vermeidung reaktiver depressiver Verstimmungen beitragen und gleichzeitig den intrafamiliären Stress reduzieren.

Therapie Asthma bronchiale

  • Medikamentengabe mittels Inhalatoren
  • Vermeidung der Ursachen
  • Atemgymnastik
  • spezielles Körpertraining

Therapie chronische Bronchitis

  • Vermeiden von Auslösern, etwa Genuss von Nikotin oder Passivrauch
  • Schutz der Bronchien vor Reizen von außen
  • medikamentöse Therapie

Therapie COPD

Die Behandlung der COPD richtet sich nach der Ausprägung der Erkrankung. So wird zuerst ein Lungenfunktionstest durchgeführt, welcher ein Indiz dafür liefert, welches Stadium der COPD vorliegt. Anhand dieses Befundes wird ein passender Therapieplan erstellt. Entscheidend ist in jedem Fall, dass auf Rauchen von Tabakwaren verzichtet wird.

Unsere Kliniken für Atemwegserkrankungen

Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand Kinder- & Jugend-Reha

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand auf der Insel Usedom hat sich auch auf Kinder- & Jugend Rehabilitation spezialisiert.

Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand Eltern-Kind-Vorsorge

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand hat sich auf Mutter-/Vater-Kind-Vorsorge-maßnahmen spezialisiert und bietet in diesem Rahmen Therapien und Behandlungen von Eltern und Kindern an.

Johannesbad Klinik Königshof

Die Johannesbad Klinik in Lechbruck am Oberen Lechsee hat sich auf Mutter-/ Vater-Kind-Kuren und Familienkuren sowie auf Rehabilitation und Vorsorge für Erwachsene und Kinder spezialisiert.