Johannesbad Medizin

Fachklinik Fredeburg

Die Geschichten unserer Patientinnen und Patienten

Neu: Patientengeschichten aus der Johannesbad Fachklinik Fredeburg! Erfahren Sie hier aus erster Hand, wie unsere Patientinnen und Patienten ihre Reha und den Weg zur Genesung bei uns erleben. Wir teilen regelmäßig persönliche Einblicke in Therapieerfolge und den Klinikalltag – schauen Sie öfter vorbei für neue Berichte!

Vom Trubel der Gastronomie zur Ruhe der Leinwand

Über 40 Jahre lang prägten Hektik, feinste Kulinarik und der Kontakt zu Gästen das Leben von Cosimo F.. Doch erst in der Johannesbad Fachklinik Fredeburg entdeckte der leidenschaftliche Gastronom eine völlig neue Seite an sich: die Malerei. Heute schmücken seine Werke die Wände der gesamten Klinik und geben ihm die Ruhe, die er so lange gesucht hat.Cosimo F. blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Ursprünglich aus Italien stammend, lebt er seit 35 Jahren in Deutschland und verbrachte mehr als vier Jahrzehnte in der Gastronomie. Als Inhaber zweier renommierter italienischer Restaurants war sein Alltag von Trüffeln, edlen Weinen und dem ständigen Anspruch an Perfektion geprägt. „Die Zeit war immer knapp, ich war ständig unterwegs“, erinnert er sich an die Jahre, in denen für Hobbys kein Platz blieb.Der Weg in die Fachklinik Fredeburg war für den heute 59-Jährigen ein notwendiger Schritt, um seine Suchterkrankung zu bewältigen und „alles wieder gut zu machen“. Dass er hier, in der Ergotherapie, eine alte Sehnsucht aus Kindheitstagen wiederbeleben würde, hätte er anfangs nicht gedacht. „Ich wollte als Kind schon immer malen, aber wegen der Arbeit in der Gastronomie habe ich es nie geschafft“, erzählt er.In der Therapie fand er schließlich den Raum und die nötige Ruhe, um zum Pinsel – oder vielmehr zum Schwamm – zu greifen. Sein Stil ist dabei so lebendig wie sein Charakter: schnell, intensiv und voller Temperament.Was mit den ersten Versuchen begann, entwickelte sich schnell zu einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte innerhalb der Klinikmauern. Mittlerweile hat Cosimo F. über 20 Bilder gemalt. Doch die Leinwände stapeln sich nicht in seinem Zimmer – er verschenkt sie fast alle an Mitpatienten, Therapeuten, Ärzte und das Pflegepersonal.Ob an der Rezeption, in den Büros oder in der Küchenabteilung: Die Werke vom gebürtigen Italiener sind überall präsent. Seine Motive reichen von abstrakten Darstellungen, die an „kleine Städte“ erinnern, bis hin zu Naturimpressionen, die er mit Schwämmen und viel Gefühl auf die Leinwand bringt. Sogar „Auftragsarbeiten“ für das Klinikpersonal gehören mittlerweile zu seinem Alltag.Für Cosimo F. ist die Malerei weit mehr als nur ein Zeitvertreib. Sie ist ein Werkzeug für seine Genesung. „Ich brauche diese Ruhe, diese Zeit für mich“, erklärt er. Die Verbindung zwischen seiner neuen Leidenschaft und dem Ziel, sein Leben zum Positiven zu verändern, ist für ihn offensichtlich.Trotz seines Erfolges bleibt er bescheiden und möchte sich stetig weiterentwickeln: „Ich kann noch besser werden, wenn ich mir die Zeit nehme“. Für die Zukunft ist sogar eine kleine Ausstellung in der Klinik im Gespräch, damit noch mehr Menschen an seiner künstlerischen Reise teilhaben können.Cosimo F. hat in Fredeburg nicht nur professionelle Hilfe gefunden, sondern auch einen Weg, seine Emotionen auszudrücken und anderen eine Freude zu machen. Er ist bereit für sein „nächstes Kapitel“ – mit mehr Ruhe, viel Farbe und einer neuen Perspektive auf das Leben.