Stimm- und Sprachstörungen

Untersuchung und Diagnose

Indikationen

Sprachstörungen bei Kindern

  • Expressive Sprachstörung
  • Rezeptive Sprachstörung
  • Entwicklungsstörung des Sprechens und/oder der Sprache

Sprechstörungen bei Kindern

  • Umschriebene Entwicklungsstörung der Mundmotorik
  • Stottern/ Poltern
  • Stimmstörungen, Mutationsstörungen, Dysphonien

Sprechunfähigkeit

  • Mutismus

Nebendiagnosen:

Neben den o.a. Rehabilitationsdiagnosen kann je nach Ausprägung eine Vielzahl anderer Erkrankungen erfolgreich als Zweitdiagnose behandelt werden. Hierbei kann es sich auch um Erkrankungen handeln, die auch als eigenständige Hauptdiagnosen in der Klinik behandelt werden. Eine vorherige Rücksprache ist sinnvoll.

Therapie

Therapiekonzept

Die Behandlung orientiert sich natürlich an der individuellen Situation. Neben der allgemeinen körperlichen Untersuchung wird die aktuelle Hör- und Sprachsituation beurteilt. Unerlässlich für eine individuelle Betrachtung ist das Mitbringen eines aktuellen Behandlungsberichtes, über die bisher erfolgten logopädischen Therapien. Bei Bedarf können zusätzlich orientierende logopädische Untersuchungen oder medizinische Untersuchungen des Hörvermögens durchgeführt werden.

Grundvoraussetzung für eine Rehabilitation an der Ostseestrandklinik Klaus Störtebeker sind  Leistungen nach den Absätzen 1 und 2. Diese Leistungen können nicht vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen erbracht werden, wenn deren Kosten auf Grund öffentlich-rechtlicher Vorschriften getragen oder bezuschusst worden sind, es sei denn, eine vorzeitige Leistung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich. Die ärztliche Diagnose muss durch eine abgeschlossene Diagnostik gesichert sein.

Logopädie

Wesentliches Therapieelement in der Behandlung von Kindern mit Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen ist die Behandlung der Sprach- und Sprechfähigkeit durch eine intensive, hochfrequente, logopädische Therapie. Die Logopädie findet neben der Einzeltherapie auch mehrmals wöchentlich in der Kleingruppe statt, um das Gruppensetting als Therapiemittel zu nutzen. So lernen die Kinder nicht nur vom Therapeuten, sondern auch voneinander. Die Eltern werden in einzelnen Therapieeinheiten gezielt mit einbezogen und durch Elternschulungen optimal auf den Alltag vorbereitet.

Kunsttherapie

Sich ausdrücken können, auch in Form und Farbe, spielt bei Kindern mit Sprach- und Sprechstörungen eine große Rolle. Die Patienten bekommen dabei die Gelegenheit, ihre Gefühle und Konflikte darzustellen und mit kunsttherapeutischen Mittel zu bearbeiten. Hierzu wird zudem das Selbstwertgefühl gestärkt und die Sprechfreude angeregt.

 Ergotherapie

In der Ergotherapie werden in erster Linie Bewegungsabläufe eingeübt, die zu einer Erleichterung im Alltag beitragen sollen. Hierbei reicht das Spektrum von allgemeiner Förderung der Grob- oder Feinmotorik bis zu individueller Förderung spezieller Fertigkeiten.

Die Therapie erfolgt, sowohl in Kleingruppen, als auch bei Bedarf in Form von Einzeltherapien. Die meisten Kinder erhalten Ergotherapie in erster Linie im Sinne einer allgemeinen motorischen Förderung, im Rahmen des gesamten Förderkonzeptes. Die Indikation zur ergotherapeutischen Einzelbehandlung erfolgt meist wegen Entwicklungsdefiziten, neurologischen Problemen, Krankheitsfolgen oder weiteren Erkrankungen.

Sporttherapie

Zusätzlich zu Ergotherapie dient die Sporttherapie zur allgemeinen Förderung der Motorik. Hier wird Bewegungsfreude geweckt und Bewegungsabläufe werden geübt. Durch überwiegend spielerische Elemente werden Impulse zur Unterstützung der Kommunikationsfreude gesetzt. Rhythmische Einheiten fördern den Sprachfluss.

Psychologische Betreuung

Bei Bedarf kann auch eine psychologische Unterstützung sinnvoll sein, beispielsweise für

  • eine verbesserte Akzeptanz der Erkrankung
  • einen besseren Umgang mit der Erkrankung im Alltag (Kindergarten, Schule und Familie)
  • die Förderung der Selbstwirksamkeit und Therapiefreude
  • die Verbesserung der Eltern-Kind-Interaktion

Entspannungsverfahren

Entspannungsübungen dienen dem Stressabbau und helfen, Spannungsgefühle abzubauen

Rehabilitationsdurchführung und -dauer

Die Rehabilitationsdauer beträgt im Regelfall 28 Tage. Eine Verlängerung ist regelhaft nicht vorgesehen, da geschlossene Rehabilitationsdurchgängen durchgeführt werden.

Anders als bei den übrigen Behandlungsindikationen ist ein Begleitpersonenwechsel während der Rehabilitation nicht möglich, da das Kind für ein optimales Behandlungsergebnis die kontinuierliche Unterstützung der gleichen Person benötigt.

In erster Linie geht es bei der logopädischen Therapie um das Anbahnen von Sprechfreude und das Verbessern der Aussprache. Je nach individueller Situation kommen eine Vielzahl unterschiedlicher Behandlungsziele in Betracht:

  • Verbesserung der Konzentration, der Eigen-, Fremd- und Hör-Wahrnehmung
  • Verbesserung der Mundmotorik und Mund-Sensorik
  • Verbesserung von Prosodie und Sprechrhythmus
  • Erlernen geeigneter Atemtechniken
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls / Selbstvertrauens/ Selbständigkeit
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei Aufgabenstellungen in Alltag, Kindergarten und Schule
  • Verbesserung des Krankheitsverständnisses
  • Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
  • Anleitung der Eltern als Sprachförderkraft im Alltag

Unsere Klinik für Stimm- und Sprachstörungen

Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand Kinder- & Jugend-Reha

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand auf der Insel Usedom hat sich auch auf Kinder- & Jugend Rehabilitation spezialisiert.