Johannesbad Fachklinik Furth im Wald bot ihren Ehemaligen ein 4-wöchiges Online-Festival

Riesiges Kunstwerk als Gruß für die Ehemaligen

Aktuelle Rehabilitanden beteiligen sich an digitalem Fest für die Ehemaligen

Seit über 40 Jahren treffen sich auf dem Eichert jedes Jahr im Juli die ehemaligen Rehabilitanden und Mitarbeiter auf dem Gelände der Johannesbad Fachklinik, um gemeinsam ihre Therapieerfolge zu feiern. Da das Ehemaligentreffen aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden konnte, überlegte man sich in der Klinik kurzerhand andere Wege, um trotzdem den Kontakt zu den ehemaligen Rehabilitanden zu halten und ein bisschen „Further Gefühl“ in deren Wohnzimmer zu transportieren.

Zwei Wochen lang standen die Therapeuten der Klinik für Telefontermine zur Verfügung. Viele Ehemalige, für die der Kontakt zur Klinik und ihrem Therapeuten fester und wichtiger Bestandteil des Jahres geworden ist, nahmen die Einladung zum Gespräch gerne an. Menschen, bei denen die aktuellen Situation Unsicherheiten und Ängste hervorruft, sollten auf unkomplizierten Weg die Möglichkeit erhalten, über ihre Situation zu sprechen.

Als Startschuss für die Online-Ausgabe des hauseigenen Magazins GIBACHT, das jährlich bisher zweimal an Ehemalige, Fachpublikum und Interessierte verschickt wurde, lief über vier Wochen das GIBACHT ONLINE FESTIVAL auf der Homepage der Klinik. Mit einer Mischung aus verschiedensten Video-Beiträgen aus der Klinik sowie Text- und Bildbeiträgen aktueller und ehemaliger Rehabilitanden wartete ein abwechslungsreiches und anregendes Alternativprogramm auf die Daheimgebliebenen. Darunter Tipps zur Freizeitgestaltung, Anleitungen für Entspannungs- und Bewegungspraxis, Rezepte, Kunst und Erinnerungen sowie traditionsgemäß ein Gruß des Further Bürgermeisters Sandro Bauer.

Das Konzept der Johannesbad Klinik beruht auf dem Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Betroffenen erhalten in der Therapie das nötige Wissen und Unterstützung dabei, ihr Leben dauerhaft zum Besseren zu wenden. Entscheidend ist jedoch, dass Veränderungen aus freien Stücken und durch eigenes Handeln geschehen. Im Innenhof der Klinik war in den letzten Tagen des Festivals ein überdimensionales Kunstwerk entstanden, dass diesen Ansatz bildlich einfängt: Es zeigt einen Baum mit Sonne sowie verschiedenen Wünschen und Zielen in der Krone. In den Wurzeln sind die Therapieabteilungen der Fachklinik dargestellt. Um den Stamm die Rehabilitanden. Entscheidend für den neuen abstinenten Lebensweg sind also die Wurzeln und wie weit sie im Alltag weiterwachsen dürfen.

Rehabilitanden hatten das Bild allein mit Materialien aus dem Klinikgarten und dem angrenzenden Wald gelegt und wünschten sich zur Vollendung des Kunstwerkes einen Menschenkreis aus Rehabilitanden und Mitarbeitern.

So fand das Online-Festival mit diesem Abschiedsgruß, der mit Drohne gefilmt wurde, einen ermutigenden, verbindenden und fröhlichen Abschluss.