Unser Ehemaligentreffen zieht jedes Jahr wieder Menschen zurück an den Ort, an dem sie die ersten Schritte in die Abstinenz gemacht und ihrem Leben so eine entscheidende Wende gegeben haben. Bis aus Mecklenburg-Vorpommern sind dieses Jahr ehemalige Rehabilitanden angereist, um sich mit alten Bekannten auszutauschen, mit ihren damaligen Therapeuten zu sprechen oder sich für ihre langjährige Abstinenz ehren zu lassen.
Chefärztin Oksana Stotland betonte in ihrer Begrüßungsrede die tiefe Verbundenheit zwischen der Fachklinik und den Ehemaligen: „Es freut mich, dass ich hier Jahr um Jahr vertraute Gesichter sehen darf und dass so viele von Ihnen sich unserer Klinik auch Jahrzehnte nach Ihrem Aufenthalt hier noch so verbunden fühlen.“ Das ist aus ihrer Sicht keine Selbstverständlichkeit: „Sie und alle anderen unserer Rehabilitanden haben sich unserer Klinik anvertraut, damit Ihnen geholfen wird. Dieses Vertrauen ehrt uns sehr und zeigt, dass unsere Klinik nach wie vor ein Ort der Hoffnung und der Zuversicht ist.“
Der 2. Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Andreas Roder, drückte den Anwesenden in seinem Grußwort seine Anerkennung aus. Die Fachklinik sei seit fast 50 Jahren sowohl ein Ort, an dem Menschen die Hilfe fänden, die sie brauchen, als auch ein verlässlicher und bedeutender Arbeitgeber und fester Teil der Stadt Furth im Wald.
Eine der Neuerungen bei der Veranstaltung in diesem Jahr war das gemeinsame Grußwort der Rehabilitanden-Sprecher, die sich als Vertreter der Menschen, die aktuell in der Klinik behandelt werden, an die Anwesenden richteten: Sie selbst stünden zwar erst am Anfang ihres abstinenten Lebens, könnten aber viel Kraft daraus schöpfen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, denen ein suchtmittelfreies Leben bereits seit Jahrzehnten gelingt.
Im Anschluss an die Grußworte boten zwei aktuelle Rehabilitanden außerdem ihr musikalisches Talent mit Gesang und Akkordeon dar. Die Gäste hatten dieses Jahr auch erstmals die Gelegenheit, sich im Rahmen von Klinikführungen ein Bild davon zu machen, was sich seit ihrem Aufenthalt in der Fachklinik alles verändert hat.
Der Höhepunkt der Veranstaltung waren einmal mehr die Ehrungen für langjährige Abstinenz. Die leitenden Psychologen Mathias Kellner und Hartmut Toboll ehrten fast 30 Ehemalige für Abstinenzerfolge, die mit bis zu 45 Jahren fast so weit zurückreichen wie die Geschichte der Klinik selbst. Diese Ehemaligen wurden dieses Jahr erstmalig öffentlich in der Turnhalle der Fachklinik geehrt, wo sie den verdienten Beifall der gut 230 angereisten Gäste genießen konnten.
