Arthrofibrose

Ursachen und Risikofaktoren

Wie kommt es zu den Symptomen?

Schmerzen sind nach einer Endoprothesenoperation immer zu erwarten, da zahlreiche schmerzempfindliche Strukturen wie Knochen, Schleimhaut, Gelenkkapsel und Bänder durch die Operation in Mitleidenschaft gezogen werden. So müssen Schmerzmedikamente oft bis zum Ende der Reha-Maßnahmen eingenommen werden. Bei einem großen Bluterguss oder übermäßiger Bewegungstherapie reicht die Schmerzausschaltung nicht aus. Die dadurch schmerzbedingte Schonung mit reflektorischer Hemmung der Muskulatur, kann sich bis zu einer schlaffen Muskellähmung entwickeln. Dies erschwert das Durchbewegen des Gelenks, was wiederum die Resorption des Gelenkergusses und des Hämatoms verzögert.

Wenn sich daraus ein Blutgerinnsel entwickelt, wird dieses im weiteren Verlauf zu Bindegewebe umgewandelt und führt zu Verklebungen der umgebenden Gelenkschleimhäute mit der Folge einer jetzt nicht nur schmerzbedingten, sondern mechanisch-strukturell verursachten Bewegungseinschränkung. Die stets begleitende Muskelatrophie beeinträchtigt die Dehnbarkeit der Muskelfasern und hemmt so ebenfalls die Gelenkbeweglichkeit.

Warum gerade das Knie?

Das Knie ist das größte Gelenk des Menschen mit den diffizilsten Strukturen und der kompliziertesten Mechanik. Die Gelenkkapsel beinhaltet den größten Synovialraum des Körpers. Seine Schleimhautauskleidung mit zahlreichen Aussackungen und Nischen dient unter anderem auch als Verschiebeschicht für die umgebenden Weichteile und stellt so den vollen Bewegungsumfang des Gelenkes sicher.

Verklebungen dieser Schleimhautauskleidung entstehen bei Schädigung der Schleimhaut oder durch Blutgerinnsel nach Operation und Verletzungen. Sie sind meist oberhalb der Kniescheibe oder in den seitlichen Aussackungen lokalisiert und stellen zusammen mit Vernarbungen und Verdickungen der umgebenden Kapsel und der Bänder die häufigste Ursache für eine Bewegungseinschränkung nach einer Operation oder Verletzung dar.

Therapie

Dosierte, der jeweiligen Phase angepasste Krankengymnastik, spezifische Maßnahmen wie Reflextherapie, Osteopathie und Craniosacrale Therapie beschleunigen den Heilungsvorgang und stellen die Beweglichkeit wieder her.

Eine individuell angepasste medikamentöse Schmerztherapie nach dem Stufenschema der WHO ist unerlässlich, sie garantiert die Effizienz der krankengymnastischen Übungsbehandlung, verhindert die schmerzbedingte Schonung und die resultierende Muskelatrophie (Muskelschwund).

Der Reizzustand des Gelenks, die Kapselschwellung und der Gelenkerguss werden je nach Ausprägung mit entzündungshemmenden Medikamenten in adäquater Dosierung behandelt. Alle Maßnahmen zielen darauf ab, eine ausreichende Funktion des Gelenkes als Ganzes wiederherzustellen, damit der Patient vollen Nutzen aus seiner Endoprothese ziehen kann und den Anforderungen in Beruf und Alltag wieder gewachsen ist.

Unsere Kliniken für Arthrofibrose

Fachklinik Bad Füssing

Die Johannesbad Fachklinik Bad Füssing bietet, gemeinsam mit der Johannesbad Therme, den Patienten optimale Bedingungen, den Klinikaufenthalt mit dem heilenden Thermal-Wasser zu ergänzen und zu unterstützen.

Gesundheits- & Reha-Zentrum Saarschleife

Die Johannesbad Fachklinik, Gesundheit – und Rehazentrum Saarschleife bietet unter anderem Therapien für orthopädische, psychosomatische und neurologische Erkrankungen an und wird ergänzt durch eine Bäderlandschaft und Sauna.

Fachklinik & Gesundheitszentrum Raupennest

Die Johannesbad Fachklinik & Gesundheitszentrum Raupennest vereint ambulante Behandlungen, Rehabilitation und Anschlussheilbehandlungen mithilfe verschiedener Therapien mit einer entspannenden Bäderlandschaft.