Johannesbad Medizin

Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand Kinder- & Jugend-Reha

Fachinformationen für Ärzte

Unsere Klinik – Eine gute Wahl

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand auf der Insel Usedom ist eine Rehabilitationsfachklinik für Kinder und Jugendliche. Der Aufenthalt ist mit und ohne Begleitpersonen möglich. Hauptindikationen der Fachklinik sind Erkrankungen der Haut, des Atmungssystems, Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten sowie psychische und Verhaltensstörungen.

Was für eine Behandlung an unserer Fachklinik spricht:

  • Das multiprofessionelle Team aus Fachärzten, Kinderkrankenschwestern, Psychologen, Physio-/Sporttherapeuten, Ergotherapeuten, Ernährungswissenschaftlerin, Diätassistentin und Erziehern
  • Zertifizierte Trainer für die Asthma-, Neurodermitis- und Adipositasschulungen
  • An den Leitlinien der Fachgesellschaft ausgerichtete Therapien
  • Modern ausgestattete Klinik (Diagnostik,Therapien, Unterbringung)
  • Geographische Lage
  • Belegungsvertrag mit DRV Bund nach §21 SGB IX und mit vdek nach §111 SGB V
  • Regelmäßige Visitationen durch die DRV Bund
  • Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001/BAR

Bei Fragen können Sie gerne unsere ärztliche Leitung unter 038375 - 57 247 kontaktieren.

Rehaantrag – Leicht gemacht

Für die stationäre Rehabilitation für Kinder und Jugendliche besteht auch weiterhin die parallele Zuständigkeit von DRV und GKV.

Leistungen zur Rehabilitation über den Rentenversicherungsträger (§ 15a, SGB VI) bieten deutliche Vorteile:

  • als Pflichtleistung anerkannt
  • die 4-Jahresfrist zur Wiederholung einer  medizinischen Rehabilitation findet bei Kindern keine Anwendung
  • Zeitdauer der Maßnahme mindestens vier Wochen
  • Kinder haben einen gesetzlichen Anspruch auf Mitaufnahme einer Begleitperson, wenn dies für die Durchführung oder den Erfolg der Leistung zur Kinderrehabilitation notwendig ist
  • die Altersbegrenzung entfällt

Tipps zur Antragsstellung

Grundsätzlich rechtfertigt eine Diagnose noch keine stationäre Rehabilitation. Daher ist im Antrag immer der Hinweis wichtig, dass alle ambulanten Maßnahmen ausgeschöpft sind und das jetzt beantragte Verfahren das Ziel verfolgt, einer Verschlechterung der Erkrankung vorzubeugen und die Teilhabe des Kindes zu erhalten. 

Der Arbeitskreis Gesundheit e.V. informiert bundesweit und kostenfrei bei Fragen zur stationären medizinischen Rehabilitation.

Kontakt:
Tel.: 0800 100 6350
Mail: info@arbeitskreis-gesundheit.de
Web: www.arbeitskreis-gesundheit.de

Unser Behandlungskonzept

Eine stationäre Rehabilitationsbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen ergibt sich aus der zusammenfassenden Bewertung aller sozialmedizinischen Kriterien.Diese sind gegeben, wenn nach Ausschöpfung aller verfügbaren ambulanten Behandlungsmöglichkeiten das Therapieziel nicht erreicht werden kann und dadurch eine Beeinträchtigung droht oder diese bereits eingetreten ist und darüberhinaus eine günstige Beeinflussung der Gesundheit durch ein stationäres rehabilitatives Verfahren zu erwarten ist. Die Entscheidung zur Durchführung einer rehabilitativen Maßnahme sollte im Idealfall auf einer gemeinsamen Entscheidung von betroffenem Kind bzw. Jugendlichen, seiner Eltern und dem behandelnden Arzt basieren.

Aus ärztlicher Sicht sind für die Frage, ob eine rehabilitative Maßnahme initiiert ist, die individuellen Auswirkungen einer Krankheit im Alltag maßgeblich sowie die Faktoren, die darauf Einfluss nehmen.

In Bezug auf das biopsychosoziale Modell versteht man unter Gesundheit die Fähigkeit des Menschen, unterschiedliche Störungen auf beliebiger Systemebene autoregulativ zu bewältigen bzw. pathogene Faktoren ausreichend wirksam zu kontrollieren. Fehlt dem Menschen die autoregulative Kompetenz zur Bewältigung von aufgetretenen Störungen, stellt sich „Krankheit“ ein. Unter dem Gesichtspunkt des biopsychosozialen Modells ist Krankheit bzw. Gesundheit nicht die Beschreibung eines Zustandes, sondern viel mehr als dynamisches Geschehen zu begreifen.

Zur Beschreibung dieses funktionellen Gesundheitszustandes, möglicher Behinderungen oder sozialer Beeinträchtigungen sowie relevanter Umweltfaktoren von Menschen eignet sich die internationale Klassifikation der Funktionen, Behinderung und Gesundheit (ICF).

Zu den Komponenten der ICF gehören die Begriffe „Funktionsfähigkeit“, „Behinderung“ und
„Kontextfaktoren“.

Die Wechselwirkungen zwischen den Komponenten der ICF sind in der nachfolgenden Abbildung dargestellt:

Zentrale Aufgabe und Ziel einer stationären Rehabilitation ist die Wiederherstellung oder wesentliche Besserung der Funktionsfähigkeit, insbesondere auf der Ebene der Aktivität und der Partizipation (Teilhabe einer Person).

Bei Kindern und Jugendlichen geht es im Gegensatz zu Erwachsenen nicht um die erneute Wiedereingliederung in einen ausgeübten Beruf, sondern vielmehr darum, sie auf das spätere
Erwerbsleben zu befähigen.

Ein fachübergreifendes, kompetentes Team

Das multiprofessionelle Team der Fachklinik besteht aus Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin, Dipl.-Psychologen, Sport-/Physiotherapeuten, Ergotherapeut, Ernährungswissenschaftlerin, Diätassistenten, Kinderkrankenschwestern und Erziehern.

Für die Asthma-, Neurodermitis- sowie Adipositasschulungen sind zertifizierte Trainer aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen vorhanden.

Die Aufgaben der Kinderkrankenschwestern bestehen ganz wesentlich:

  •  in der Anwendung der Externa-Therapie bei atopischen Ekzem, insbesondere die antiseptische und antiinflammatorische Behandlung mit und ohne Verbänden
  • Anwendung von Bädern außerhalb der Therapiezeiten bei ausgeprägtem Erythem
  • Anlegen von Verbänden
  • Blutzuckerkontrollen
  • Feuchtinhalationen bei akuten Obstruktionen oder Pseudokrupp
  • Initiales Wiegen und Messen bei Aufnahme mit Kontrolle der Kopfhaut auf möglichen Läusebefall
  • Messung von Blutdruck und Sauerstoffsättigung
  • Anleitung in der Inhalationstherapie und der Peak-Flow-Messung

Nach der Reha

Im Rahmen der Entlassungsuntersuchung wird ein Kurzbrief unter Auflistung der Diagnosen mit Angaben zum Verlauf, aktueller Untersuchungsbefunde und der Entlassungsmedikation erstellt.

Eine spezifische Nachsorgeempfehlung entfällt in aller Regel, da dies auf Kinder und Jugendliche mit den drei Hauptindikationen Asthma bronchiale, atopisches Ekzem und alimentäre Adipositas nicht zutrifft. Die endgültige Erstellung des Entlassungsbriefes nach den aktuellen Richtlinien der Deutschen Rentenversicherung erfolgt innerhalb der vorgegebenen Frist.

Kooperationspartner

Die Johannesbad Fachklinik Klaus Störtebeker Ostseestrand hat folgende Kooperationen abgeschlossen:

  •  Deutsche Rentenversicherung Bund, Reha-Zentrum Ückeritz über Erbringung ambulanter Rehabilitationsmaßnahmen für Begleitpersonen von Reha-Kindern
  • Deutsche Rentenversicherung Bund, Reha-Zentrum Ückeritz über die Betreuung von Kindern,die als Familienangehörige einen Elternteil zur Reha in Ückeritz begleiten müssen
  • Deutsche Rentenversicherung Nord, Reha-Büro MV (Reha-Fachberater, Herr Breitsprecher) über die Führung von Einzelberatungsgesprächen zur beruflichen Orientierung für Jugendliche ab 14 Jahren
  • Europaschule Ahlbeck und Realschule Ückeritz für den Unterricht in der Grundstufe, Sekundarstufe und weiterführenden Schulen